Projekt

Allgemeine Beschreibung

Bei PeerPAL handelt es sich um ein Verbundprojekt der Ostbayerischen Technischen Hochschule (OTH) Regensburg und der Katholischen Hochschule (KH) Mainz. Prof.in Dr. Norina Lauer, Professorin für Logopädie an der Fakultät Angewandte Sozial- und Gesundheitswissenschaften und Mitglied des Regensburg Center of Health Sciences and Technology (RCHST), übernimmt die Projektleitung und -koordination. Prof.in Dr. Sabine Corsten, Professorin für Logopädie am Fachbereich Gesundheit und Pflege an der Katholischen Hochschule Mainz (KH Mainz), trägt die Projektleitung an der KH Mainz.  Die Projektleiterinnen leiten zudem aktuell gemeinsam das BMBF-geförderte Projekt „Biographiearbeit in Senioreneinrichtungen mit Tablet-Unterstützung zur Verbesserung der Lebensqualität und Kommunikation – BaSeTaLK“. Ziel des Projekts PeerPAL ist die Entwicklung und Evaluation eines barrierefreien digitalen sozialen Netzwerkes zur systematischen und nachhaltigen autonomen Vernetzung im Sinne von Peer-Support bei Aphasie zur Steigerung der Lebensqualität. Des Weiteren soll das psychologische Wohlbefinden gesteigert werden.  Durch die Möglichkeit eines digitalen Austauschs soll außerdem die soziale Inklusion verbessert werden. Die Beschreibung des Vorhabens wurde in der Förderrichtlinie „Verbesserung der Lebensqualität in Stadt und Land durch soziale Innovationen“ (FH-Sozial 2018) zur Förderung ausgewählt. Das Verbundprojekt erstreckt sich über insgesamt drei Jahre (2020-2023).

Theoretischer Hintergrund des Projekts

Ausgangspunkt für das Forschungsprojekt ist die erhebliche Beeinträchtigung der Lebensqualität von Menschen mit Aphasie durch ein verändertes Identitäts- und Autonomieerleben, welches zu einem sozialen Rückzug führen kann.  Besonders wichtig für einen erfolgreichen Umgang mit Aphasie sind als sinnhaft empfundene Aktivitäten und Beziehungen der Betroffenen. Menschen mit Aphasie profitieren vom Austausch mit Peers und gegenseitiger Unterstützung, da die eigene Selbstwirksamkeit und das psychische Wohlbefinden gesteigert werden. Eine digitale Unterstützung in Form von leichteren Zugangsmöglichkeiten und technischen Kommunikationshilfen kann die autonome Vernetzung verbessern. An dieser Stelle setzt PeerPAL an, da mit diesem Projekt erstmalig die positiven Effekte der Selbsthilfe durch digitale wie soziale Inklusion befördert werden.

Ziele von PeerPAL

Entwicklung eines barrierefreien
digitalen sozialen Netzwerkes

"Peer-to-Peer"-Austausch und
Unterstützung untereinander

Steigerung der Lebensqualität
und sozialen Teilhabe
von Menschen mit Aphasie

Forschungsdesign

Das Projekt gliedert sich in drei Arbeitsphasen:
1) Zwölfmonatige Phase der Entwicklung einer App

2) Feasibility-Studie mit 4 Personen mit Aphasie, um Nutzungsschwierigkeiten quantitativ und qualitativ zu erfassen

3) Evaluation von  Sozialem Netzwerk im randomisierten Vortest-Nachtest-Kontrollgruppendesign mit Follow-Up nach 3 und 6 Monaten (zur Prüfung der Stabilität der Ergebnisse)

Meilensteine